Kühlungsborn, 12. Mai 2026 – Ein Ort der Erholung ist die vierstöckige Villa in der Ostseeallee seit 1910. Bei der Modernisierung ging es darum, die Eleganz und den Charakter des denkmalgeschützten Gebäudes zu nutzen, um den Besuchern das Gefühl zu vermitteln, ein Zuhause zu betreten, an dem sie zur Ruhe kommen können. Nicole Schüte beschreibt das als einen Raum, der die Besucher „wie ein Kaschmirpullover“ umhüllt und ein sofortiges Wohlgefühl erzeugt.
Ein Material, das das gesamte Interieur strukturiert
Ein Schlüsselelement des Projekts ist Dekton Ava, eine ultrakompakte Steinoberfläche von Cosentino, die in allen öffentlichen Bereichen im Haus genutzt wird und hilft, eine kohärente visuelle Identität zu schaffen. Das Material wurde von Ladenbau Hunold an der sieben Meter langen Rezeptionstheke verarbeitet, am Kamin in der Lobby, als Tischplatte und als Fuß der Theken im Restaurant, an der Cafébar und auch als Waschtisch in den öffentlichen Toiletten.
Schüte suchte nach einem cremigen, weichen und beruhigenden Farbton, um die ruhige Atmosphäre des Hotels zu verstärken. Der Terrazzo-Look von Dekton Ava, mit seiner ausgewogenen Mischung aus Mineralpartikeln, brachte genau die Spannung, die das Projekt benötigte. Laut der Designerin muss ein Interieur, das Ruhe ausstrahlen soll, nicht flach oder monoton sein. Im Gegenteil: es braucht Texturen, die Natürlichkeit und visuelle Fülle verleihen.
Monolithen, die die Küstenlandschaft prägen
Bei vielen Elementen wurde Dekton von Ladenbau Hunold mit Gehrungsschnitt verwendet, was den Theken, Bars oder Tischen eine fast skulpturale Präsenz verleiht. Die Designerin vergleicht diese monolithischen Formen mit den Felsen, die aus dem nahen Meer auftauchen. Der helle Farbton des Materials und seine mineralische Textur verstärken die Verbindung zur Sand- und Steinlandschaft, die diese Region der deutschen Ostseeküste prägt.
Obgleich der dekorative Aspekt bei der Materialwahl entscheidend war, spielte auch die Langlebigkeit und Pflegeleichtigkeit von Dekton Ava eine Rolle. Rezeption, Bar und Restaurant sind intensiver Nutzung ausgesetzt und sollen dauerhaft schön bleiben. Das Endergebnis ist ein Interieur, das eine ganz besondere Balance erreicht: sanft, aber mit strukturierenden Nuancen, elegant, aber einladend. „Beach Chic“ mit einem urbanen Touch, wie es die Designerin selbst beschreibt.



